
Grundstoffe wie Stahl, Zement, Chemie und Kalk verursachen fast die Hälfte der Industrieemissionen in Deutschland. Dieses Poster stellt die Optionen zur Dekarbonisierung ihrer Produktion dar. Es werden fünf zentrale Hebel der industriellen Dekarbonisierung beschrieben: direkte Elektrifizierung, Materialkreislaufwirtschaft, Energieeffizienz, grüner Wasserstoff und PtX sowie CCU/CCS. Eine Fallstudie geht anschließend die Optionen durch, mit denen sich die Emissionen bei Herstellung und Einsatz von Zement senken lassen. Sie zeigt auf, wo emissionsarme Grundstoffe auf dem Weg zur Marktreife stehen. Dabei wird deutlich, dass die Technologie bereit ist, während Finanzierung und systemische Rahmenbedingungen weiterhin die entscheidenden Engpässe bilden. Daran anknüpfend werden drei politische Empfehlungen formuliert, um diese Lücke zu schließen. Abschließend stellt das Poster die aufstrebenden Innovatoren für emissionsarme Grundstoffe im TfNZ-Ökosystem vor.
Politischen Empfehlungen zur Skalierung emissionsarmer Grundstoffe:
Leistungsbasierte Standards nutzen: Präskriptive, rezeptbasierte Standards durch Best Practice ersetzen, d. h. leistungsbasierte Regeln, harmonisierte CO₂-Bilanzierung und schnelle Zulassungswege.
Innovation durch öffentliche Abnahme skalieren: Öffentliche Beschaffung nutzen, um
Investitionssignale für emissionsarme Grundstoffe zu setzen, z. B. durch höhere Local-Content Anforderungen im Industrial Acceleration Act.
CO₂-Bepreisung für emissionsarme Materialien wirksam gestalten: Verlässlichen ETS-Preispfad schaffen und kostenlose Zuteilungen planmäßig auslaufen lassen.






